Fachkräfte-News

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  1. Unmittelbar nach dem Bundestag hat der Bundesrat am 14. Dezember dem Gute-Kita-Gesetz zugestimmt. Die finanzielle Unterstützung der Länder bei der Verbesserung der Qualität der Kitas ist damit beschlossene Sache. Eine dauerhafte Bundesbeteiligung solle allerdings spätestens 2020 geregelt werden, fordern die Länder in einer begleitenden Entschließung.
  2. Der Deutsche Bundestag hat am 14.12.2018 das Gute-KiTa-Gesetz in 2./3. Lesung beschlossen. Im direkten Anschluss hat auch der Bundesrat dem Gesetz zugestimmt. Dr. Franziska Giffey betonte, dass das Gesetz für eine gute frühkindliche Bildung für alle Kinder sorge und der Bund seine Verantwortung auch über 2022 hinaus wahrnehmen werde.
  3. Die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit (BA) bietet bundesweit einen neuen und innovativen Beratungsservice zum Thema Kinderzuschlag an: die Videoberatung. Mittelfristig möchte die Familienkasse die Videoberatung auch auf weitere Beratungsthemen ausweiten.
  4. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hält es aufgrund der zeitlichen Befristung der Bundesmittel und der geringen Verbindlichkeit für fraglich, dass die bestehenden Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern über das das KiTa-Qualitäts- und Teilhabeverbesserungsgesetz abgebaut werden können.
  5. Teilzeit gilt trotz der Nachteile für die Altersabsicherung inzwischen als Blaupause für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – wird aber vor allem von Müttern, sehr viel seltener von Vätern gewählt. Das zeigen aktuelle Untersuchungen des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE).
  6. Wie lässt sich sozialer Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft angesichts von Zuwanderung und zunehmender Vielfalt gestalten? Diese Frage diskutierten über 100 Expertinnen und Experten aus der kommunalen Praxis, der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik sowie der Wissenschaft bei der Fachtagung „(Neu-)Zuwanderung bewegt – Sozialer Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft“.
  7. Trotz aller Eile der Regierung mahnt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zur Besonnenheit. Sie schlägt vor, dass die Länder ausreichend Zeit zur Analyse und Beratung erhalten, wie die Gelder verwendet werden können, sollte das geplante KiQuTG (besser bekannt als „Gute-Kita-Gesetz“) am 14. Dezember im Bundestag beschlossen werden.
  8. Die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze lag 2018 so hoch wie zuletzt 2009. Gleichzeitig blieben jedoch so viele Ausbildungsplätze unbesetzt wie noch nie. Dies geht aus der aktuellen Bilanz der Ausbildungsmarktentwicklung hervor. Während bei den Männern neue Interessentengruppen für die Berufsausbildung gewonnen wurden, war die duale Berufsausbildung bei jungen Frauen weniger nachgefragt als je zuvor.
  9. Der Bildungsfinanzbericht wird jährlich im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie der Kultusministerkonferenz erstellt. In die Schulen floss 2017 mit 66,1 Milliarden Euro knapp die Hälfte der öffentlichen Bildungsausgaben. Rund 30,5 Milliarden Euro entfielen auf Hochschulen und 26,6 Milliarden Euro auf Kindertageseinrichtungen.
  10. Wer mit dem Abschluss „Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger“ in die stationäre Kinder- und Jugendhilfe wechseln möchte, hatte bislang ein Problem. Die Betriebserlaubnis erteilende Stelle des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gesteht Heilerziehungspflegerinnen - und pflegern, die in der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten, nicht generell den Status einer Fachkraft zu. Nun wurde in Zusammenarbeit mit dem LWL Berufskolleg - Fachschulen Hamm ein neuer Weg entwickelt.
  11. Den kritischen Rückmeldungen zum GuTe-Kita-Gesetz schließt sich der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) an. Die vorgesehenen 5,5 Milliarden Euro reichten bei weitem nicht aus, um die angestrebte Qualitätsverbesserung bei gleichzeitiger Senkung der Elternbeiträge zu erreichen. Außerdem seien weitergehende strukturelle und rechtliche Änderungen notwendig, etwa bei der konkreteren Ausgestaltung des Kitaplatzanspruchs in § 24 SGB VIII oder der Einbeziehung der Jugendhilfeträger bei der Bedarfsermittlung.
  12. Das Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertageseinrichtung – kurz das „Gute-KiTa-Gesetz“ – soll am 14.12.2018 vom Bundestag beschlossen werden. Mehrere Wohlfahrtsverbände äußern sich kritisch zu dem Gesetzentwurf. Insbesondere wird befürchtet, dass die zusätzlichen Mittel vornehmlich zur Finanzierung von Beitragsbefreiungen statt für Qualitätsverbesserungen eingesetzt werden.
  13. Im Rahmen des Projektes „Empowered by Democracy“ von GEMINI – Gemeinsame Initiative der Träger der außerschulischen Bildungsarbeit im Bundesausschuss für politische Bildung (bap) ist ein Diskussionspapier entstanden, das praktische Erkenntnisse und die Auseinandersetzung der am Projekt beteiligten Bildungspraktiker/-innen bündelt – rund um die Leitfrage: „Wie wollen wir in dieser Gesellschaft zusammenleben?“. Außerdem steht die neue Broschüre „Politische Jugendbildung und Teilhabechancen in der Migrationsgesellschaft gestalten“ zum Download zur Verfügung.
  14. Das bundesweite Netzwerk „Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft“ hat unter der Trägerschaft der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) eine eigene Koordinierungsstelle gegründet. Diese wird die vielfältigen Aktivitäten des bundesweiten Netzwerks aus Verbänden, Verbände, Organisationen und Einzelpersonen im Bereich der Vormundschaften und an deren Schnittstellen unterstützen.
  15. Die Ausgaben öffentlicher Träger der Kinder- und Jugendhilfe Baden-Württembergs beliefen sich im Jahr 2017 nach Feststellung des Statistischen Landesamtes auf insgesamt fast 6 Mrd. Euro. Den größten Anteil bei den Bruttoausgaben der Kinder- und Jugendhilfe bilden die Kindertageseinrichtungen. Rund 3,9 Mrd. Euro wurden im Jahr 2017 für Kindergärten, Horte, Kinderkrippen und altersgemischte Einrichtungen aufgewendet, das sind 65,9% der Gesamtausgaben.
  16. Der Bundesausschuss politische Bildung (bap) richtet gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und der Deutschen Vereinigung für politische Bildung (DVpB) den 14. Bundeskongress Politische Bildung aus. Lokaler Kooperationspartner ist die Volkshochschule Leipzig. Unter dem Titel „Was uns bewegt. Emotionen in Politik und Gesellschaft“ findet der Kongress vom 7. bis 9. März 2019 in Leipzig statt.
  17. „Mehr Geld für Bildung“ hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit Blick auf den Bildungsfinanzbericht 2018 angemahnt. Damit sich der Bund mit zusätzlichen Mitteln in der Bildung engagieren könne, müsse insbesondere das Kooperationsverbot weiter gelockert werden.
  18. Zur Prävention und Inanspruchnahme medizinischer Leistungen hat das Robert Koch-Institut im Journal of Health Monitoring neue und umfassende Ergebnisse der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland veröffentlicht.
  19. Der aktuelle Armutsberichts des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes geht unter anderem erstmals der Frage nach, wer die rund 13,7 Millionen Menschen, die in Deutschland in Armut leben, faktisch sind. Er räumt dabei mit diversen Klischees und Vorurteilen auf.
  20. Intensivnutzer von Facebook und Co. sind kritischer gegenüber Flüchtlingen als der Bundesdurchschnitt – aber nur, wenn sie älter sind und zur Bildungsmitte gehören. Jüngere und höher gebildete Deutsche mit einer Vorliebe für personalisierte Nachrichten sind dagegen im Schnitt offener gegenüber Flüchtlingen.
  21. Der Petitionsausschuss hält eine einheitliche EU-weite Regelung zum Familiennachzug für erstrebenswert. Gefordert wird, hinsichtlich der Familienzusammenführung keine Benachteiligung von Bundesbürgern gegenüber Bürgern anderer EU-Staaten mehr stattfinden zu lassen.
  22. Junge Musikbegeisterte aus Berlin können sich im Rahmen des Projekts „Jugend rockt den Prenzlauer Berg“ z.B. als Projektmanager, Veranstaltungstechnikerin, Sänger, Musikerin oder Moderator bei der Organisation eines Musikfestivals engagieren. Ab Januar 2019 finden für die Teilnehmenden berufsbildende Workshops und Bandcoachings statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
  23. Der Familienausschuss hat den Weg frei gemacht für die Verabschiedung des sogenannten Gute-Kita-Gesetzes. Mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD billigte der Ausschuss den Gesetzentwurf der Bundesregierung „zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung“ in der durch den Ausschuss geänderten Fassung gegen das Votum der Oppositionsfraktionen.
  24. 32 Lernorte, 43 Netzwerke und sechs Kommunen wurden für ihr herausragendes Engagement im Rahmen des Nationalen Aktionsplanes Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet. Sie zeigen, wie Nachhaltigkeit praktisch gelebt und erfahrbar werden kann.
  25. Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes ist bei den 10- bis 19-Jährigen die Zahl der Fälle von Alkoholintoxikationen mit Krankenhausaufenthalt von 2016 (22.309 Fälle) auf 2017 (21.721 Fälle) um 2,6 Prozent zurückgegangen. Dennoch warnen die Bundesdrogenbeauftragte und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weiterhin vor den gesundheitlichen Folgen von hohem Alkoholkonsum.