Fachkräfte-News

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  1. Das Übereinkommen des Europarates zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch (bekannt als „Lanzarote-Konvention”) feierte am 1. Juli den 10 Jahrestag seines Inkrafttretens. Das Thema ist heute ebenso aktuell wie damals. Daher fordert der Europarat diese „ununterbrochene Pandemie” gemeinsam weiter zu bekämpfen.
  2. Familie, Gesundheit und Freundschaften sind Themen, die den Jugendlichen in Baden-Württemberg besonders wichtig sind. Das zeigt die Jugendstudie 2020, in der über 2.300 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 12 und 18 zu ihren Ansichten, Wünschen und Vorstellungen befragt wurden. Die Jugendstudie wurde vom Kultusministerium initiiert und erscheint bereits seit 2011. Sie wird in Kooperation mit der Jugendstiftung Baden-Württemberg und dem Landesschülerbeirat erstellt und liefert Einblicke in die Lebenswelt junger Menschen.
  3. Schulen sollen bald digitale Endgeräte an Kinder und Jugendliche ausleihen können, die in ihrer häuslichen Umgebung nicht darauf zugreifen können. Dazu stehen nun zusätzliche 500 Millionen Euro für den DigitalPakt Schule zur Verfügung. Als nächstes müssen die Länder auf der Zusatzvereinbarung beruhende Regelungen erlassen, aufgrund derer die Schulträger die mobilen Endgeräte beschaffen können.
  4. Die Corona-Pandemie hat den Einstieg in den Arbeitsmarkt für junge Menschen erheblich erschwert. Viele Erwerbstätige auch höheren Alters werden sich in der Krise neue Kompetenzen aneignen müssen, um sich am Arbeitsmarkt zu behaupten. Die EU-Kommission unterstützt die Mitgliedstaaten mit der Initiative „Förderung der Jugendbeschäftigung: Eine Brücke ins Arbeitsleben für die nächste Generation“ und mit einer neuen Kompetenzagenda.
  5. Zum 20. Mal schreibt das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) den Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ aus. Gesucht werden bereits durchgeführte und in andere Kontexte übertragbare Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet, die für eine lebendige und demokratische Gesellschaft stehen. Einsendeschluss ist der 27. September 2020.
  6. Eurodesk informiert regelmäßig über aktuelle Förder- und Fortbildungsangebote auf europäischer Ebene. Diesmal unter anderem mit dabei: die Aktion „Europäische Jugend vereint“ zur Unterstützung europäischer Jugendorganisationen, das Erasmus+ Virtual Exchange Training für Jugendorganisationen, der FAIRWANDLER-Preis sowie Angebote aus dem Eurodesk Opportunity Finder.
  7. Die Corona-Pandemie gefährdet Ausbildungsplätze. Erste Zahlen machen deutlich, dass coronabedingt weniger Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen und junge Menschen vermehrt Absagen erhalten. Darauf weist die Diakonie Deutschland hin und fordert die berufliche Perspektive junger Menschen mit Förderbedarfen im Blick zu behalten. Besonders groß sei außerdem die Verunsicherung bei jungen Geflüchteten.
  8. Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. appelliert an die Bundesregierung, sich für ein soziales und fortschrittliches Europa stark zu machen. Die aktuelle Corona-Krise mache die wachsende Armutsgefährung besonders deutlich. Die EU werde ihr Ziel, die Zahl der von Armut betroffenen Menschen bis Ende 2020 um 20 Millionen zu senken, nicht erreichen können.
  9. Gemeinsam fordern die Bundesorganisationen der evangelischen und katholischen Jugendsozialarbeit Bund, Länder und Kommunen auf, junge Menschen in den Mittelpunkt ihres politischen Handelns zu stellen. Demnach bedarf es einer breit angelegten Strategie, um in der Krise verstärkt abgehängte junge Menschen aufzufangen.
  10. Der MekoKitaService ist ein Angebot zur frühkindlichen Medienerziehung und Medienpädagogik in Kitas und Grundschulen. Die Materialien und Methoden geben praktische Ideen und kreative Anregungen, wie Medienpädagogik in Bildungseinrichtungen, wie Kita, Familienzentrum und Grundschule umgesetzt werden kann.
  11. Derzeit haben lediglich 13 Prozent der Schulen und 22 Prozent der Kitas in Deutschland ein Schutzkonzept. Darauf weißt die Kindernothilfe hin und fordert sichere Orte für Mädchen und Jungen in allen Gesellschaftsbereichen. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisation braucht es funktionierende Systeme, die Kinder und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen.
  12. Wie sehen Jugendbarcamps in der Praxis aus? Welche Erfahrungen gibt es schon? Um welche Themen geht es? Und was sind nützliche Tipps für Barcamp-Einsteiger? Mehrere Interviews mit Organisator(inn)en bekannter Jugendbarcamps geben hierüber Aufschluss. Sie ergänzen die Artikelserie rund um das Thema Jugendbarcamps und wurden von Kristin Narr, selbst begeisterte Barcamperin, für jugend.beteiligen.jetzt geführt.
  13. Der Umgang mit der aktuellen Corona-Krise fordert die gesamte Gesellschaft in nie dagewesener Art und Weise heraus. Die Kinder- und Jugendhilfe ist in allen Bereichen betroffen. Der Alltag junger Menschen und ihrer Familien hat sich radikal verändert. Auf den neuen Sonderseiten des Fachkräfteportals der Kinder- und Jugendhilfe stehen ab sofort nach Themenbereichen strukturierte und umfassende Informationen zur Verfügung – mit tagesaktuellen Nachrichten, eigenen Fachbeiträgen, den neuesten Forschungsergebnissen und nützlichen Tipps für den Corona-Alltag.
  14. Das Deutsche Kinderhilfswerk begrüßt die Initiativen von Bund und Ländern zur Verschärfung des Strafrechts zum Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisation sind die angestrebten Verschärfungen ein wichtiger Baustein, um Kinder effektiver zu schützen.
  15. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat Vorschläge zum Schutz von Kindern durch schärfere Strafen, effektive Strafverfolgung, Prävention und Qualifizierung der Justiz vorgestellt. Außerdem fordert die Ministerin, Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. Denn bei jedem staatlichen Handeln müsse das Kindeswohl im Blick sein.
  16. Die Zahl gemeldeter Diskriminierungen hat im letzten Jahr weiter zugenommen, darunter solche aufgrund rassistischer Zuschreibungen überproportional. Der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) äußert sich zum diesjährigen Jahresbericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und fordert den Kabinettsausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus dazu auf, Taten folgen zu lassen und die Zivilgesellschaft bei der Bekämpfung einbeziehen.
  17. Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) begrüßt die geplante Ausweitung der Werbebeschränkungen für Tabakerzeugnisse. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisation geht die Gesetzesänderung aber nicht weit genug. Notig sei ein umfassendes Verbot von Werbung, auch an Verkaufsstellen, sowie Promotion und Sponsoring.
  18. Der Deutsche Bundestag hat in seiner Sitzung am 2. Juli 2020 den Zweiten Nachtragshaushalt 2020 beschlossen. Damit werden die finanziellen Voraussetzungen zur Umsetzung der Maßnahmen des Konjunkturpakets geschaffen. Dem Bundesfamilienministerium stehen nun insgesamt 853 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Diese sollen sollen u.a. in den Ganztagsausbau, die Kinder- und Jugendhilfe, sowie in die Rassismusforschung fließen.
  19. Das OECD Berlin Centre lädt anlässlich des neuen OECD-Beschäftigungsausblicks zu einer digitalen Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern von politischen Jugendorganisationen ein. An der Veranstaltung "Generation Corona? – Wie die Politik jungen Leuten jetzt helfen kann, der Beschäftigungskrise zu trotzen" werden teilnehmen: Kevin Kühnert (Jusos), Anna Peters (GRÜNE JUGEND), Pascal Reddig (Junge Union), Tobias Reder (Grüne Jugend, Österreich), Ria Schröder (Junge Liberale) und Maximilian Schulz (linksjugend).
  20. Der Haushaltsausschuss hat am 1. Juli den zweiten Nachtragshaushalt 2020 mehrheitlich beschlossen, der Bundestag berät am 2. Juli abschließend über den Etat. Im Einzelplan des Bundesfamilienministeriums ist ein neuer Titel "Zuschüsse für die gemeinnützige Trägerlandschaft der Kinder- und Jugendhilfe" in Höhe von 100 Millionen Euro eingestellt worden. Damit sollen gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Familienhilfe in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse unterstützt werden. 25 Millionen Euro davon sollen für die Unterstützung von Organisationen des gemeinnützigen langfristigen internationalen Jugendaustausches genutzt werden.
  21. Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) hat im Rahmen des „Zukunftsforum Heimerziehung“ die Expertise „Empirische Standortbestimmung der Heimerziehung“ auf der Grundlage der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik veröffentlicht.
  22. Die Corona-Pandemie trifft nicht nur Menschen, die zu den sogenannten Risikogruppen gehören, sondern gerade auch Kinder und Jugendliche in besonderer Weise. Mit dem Projekt „LernRäume" ist ein freiwilliges, außerschulisches Bildungsangebot für Schülerinnen und Schüler geschaffen worden, die in der Pandemiesituation einer besonderen Unterstützung bedürfen.
  23. Der Anteil Jugendlicher, die rauchen, ist auf einem historisch Tiefstand. Nach wie vor trinken jedoch viele junge Menschen bis zum Alkoholrausch. Gleichzeitig ist ihr Cannabiskonsum gestiegen. Dies zeigt die aktuelle Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter 12- bis 25-Jährigen in Deutschland.
  24. „Der Lock Down ist kein Knock Down!“ – Eine Studie an der HAW Hamburg untersuchte die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg während des Lockdowns. Die Ergebnisse der Befragung von Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit liegen jetzt vor: Sie bescheinigen den Einrichtungen eine kontinuierliche wie gute Arbeit.
  25. Der Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH) benennt die Missstände in der Sozialen Arbeit und ruft Fachkräfte in einer besonderen Aktion auf, ihre Geschichten zu erzählen. So sollen Schieflagen sichtbar werden. Ziel ist es, mit #dauerhaftsystemrelevant auf die gesamtgesellschaftliche Bedeutung Sozialer Arbeit hinzuweisen und für eine angemessene strukturelle Ausgestaltung Sozialer Arbeit einzutreten.